Design Thinking und Scrum passen super zusammen

Design Thinking und Scrum

Design Thinking und Scrum passen perfekt zusammen

Wie greifen Design Thinking und Scrum ineinander? – Diese Frage wird mir in meinen Design Thinking Workshops immer wieder gestellt. Meine kurze und prägnante Antwort auf die Frage: Mit Design Thinking werden Innovationen generiert, die dann mit Scrum in einem Projekt zur Marktreife umgesetzt werden.

Was ist Scrum – Was ist Design Thinking?

Scrum ist eine agile Projektmanagement-Methode, Design Thinking ist eine strukturierte Arbeitsweise, um Innovationen zu generieren. Die Methoden lassen sich wunderbar kombinieren. Um Innovationen bzw. Prototypen zur Marktreife zu bringen, ist Scrum bestens geeignet.

Was sind die Vorteile der beiden agilen Methoden?

Die Vorteile für Unternehmen, die mit agilen Methoden arbeiten, liegen auf der Hand: „Damit kann es gelingen, über Grenzen hinaus zu denken. Es können neue Produktideen entstehen, die noch nicht im Portfolio sind. Das funktioniert in allen Branchen, vergleichbar mit Lean Startup. Leider sehen die meisten Unternehmen oftmals noch nicht die Notwendigkeit, einen Prozess zu etablieren, in dem Innovationen generiert werden. Viele Unternehmer glauben noch daran, dass Innovationen vom Himmel fallen. Es wird nicht erkannt, dass hierfür ein Prozess fest etabliert werden muss.

Wie mit Design Thinking wirkliche Bedürfnisse erkannt werden.

Bisher ist es so, dass Innovationen, wenn überhaupt, in den klassischen Entwicklungsabteilungen bei produzierenden Unternehmen verankert sind. Dienstleistungsunternehmen würden in dieser Richtung meistens wenig bewusst initialisieren. Auch die Entwicklungsabteilungen hätten meist nicht die Nutzerperspektive im Blick. Sie konzentrierten sich auf Technologie/Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit/Vermarktbarkeit. Der Mensch bzw. die Wünschbarkeit der Innovation würden meist vernachlässigt. Beim Design Thinking ist der Dreh- und Angelpunkt allen Denkens die Frage: Was sind die Bedürfnisse unserer Kunden? Ausgehend von den Bedürfnissen der Kunden lässt sich dann die technologische Lösung und die wirtschaftliche Machbarkeit meist viel einfacher finden.

Warum Scrum besser zum Ziel führt.

Parallel zu meinen Design Thinking Courses am Hasso-Plattner Institut habe ich die Ausbildung zum Certified Scrum Master bei der ScrumAlliance absolviert. Scrum und Design Thinking ergänzen sich perfekt. Besonders schätze ich, dass auf Tagesebene gearbeitet wird und man leicht auf geänderte Rahmenbedingungen reagieren kann. Der Vorteil für den Kunden ist offensichtlich. Bei dieser agilen Vorgehensweise lernt das Team ständig dazu und der Kunde definiert, was ihm am wichtigsten ist. Wenn die Anforderungen des Kunden erreicht sind, dann kann das Projekt enden, während beim klassischen Projektmanagement ein Projekt fertiggestellt werden muss, bevor es zum Kunden geht.

Was sind die Vorteile von Scrum?

So sind Scrum-Projekte kostengünstiger und es wird seltener am Ziel vorbei entwickelt. Bei klassischen Projekten gibt es meist Wechselwirkungen durch fixe Parameter wie Zeit, Kosten und Qualität. Stellt man Kosten und Zeit in den Fokus, dann leidet die Qualität. Stimmen Zeit und Qualität, entstehen oft hohe Kosten. Scrum ist eine agile Methode, das Team lernt ständig dazu und der Kunde definiert, was ihm besonders wichtig ist.

Welche Rollen gibt es im Scrum?

In Scrum ist es Aufgabe des Product Owner, die Vision der Stakeholder in ein Product Backlog zu bringen. Der Scrum Master hat zum Ziel, durch sein Coaching alle Beteiligten im Prozess zu unterstützen.

Wie wird aus meiner Idee ein marktfähiges Produkt?

Ganz im Sinne der Agilität handelt es sich bei einer Innovation oft nur um eine Produktidee oder eine grobe Vorstellung zu einem Produkt. Wie nun aber bekomme ich diese Idee zum Fliegen? Aus der Idee muss ein marktfähiges Produkt werden, das vom Kunden angenommen wird.

Design Thinking stellt den Nutzer in den Mittelpunkt.

Design Thinking ist ein Ansatz, der genau auf diese zentralen Fragen Antworten bereithält. Mit Design Thinking werden die Bedürfnisse der Nutzer spielerisch herausgearbeitet und in den Mittelpunkt aller weiteren kreativen Handlungen gestellt. Ziel ist es, durch diese Nutzerzentrierung ein Produkt zu schaffen, welches auf Basis der User Experience entwickelt wird. Getreu nach dem Motto „fail early & often“ werden beim Design Thinking mit sehr einfachen Mitteln frühzeitig Prototypen in Interaktion mit dem User entwickelt. Diese Prototypen werden dann in Iterationen immer weiter ausgebaut. Sehr bald entsteht dadurch eine konkrete Vorstellung eines Produkts, das dann mit der agilen Projektmanagement-Methode Scrum im Unternehmen umgesetzt werden kann.

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